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Eagles-Männer gewinnen letztes Heimspiel der Saison gegen Kamenz 100:92 Das letzte Heimspiel der Oberliga-Saison bestritten die Eagles-Männer am vergangenen Samstag in der Sporthalle "An der Kotsche", da der Klatschendom durch die Ende April entstandenen Brandschäden wegen Einsturzgefahr gesperrt ist. Dabei machten die Gäste aus Kamenz klar, dass sie die Saison nicht vorzeitig abgeschlossen haben und hielten von Anfang an dagegen. Doch die starke Teamleistung des BBVL insbesondere am Ende der Partie wurde belohnt und so gewannen die Schützlinge von Coach Carsten Eichler letztlich verdient 100:92 (42:48).
Im ersten Viertel konnte auf Leipziger Seite vor allem Sascha Drescher mit 11 seiner insgesamt 15 Punkte vom guten Teamplay der Gastgeber profitieren. Aber die Oaktrees hielten durch Schnellangriffe von Dominik Berndt und Maik Weidner dagegen, so dass dieser Spielabschnitt mit 24:21 für die Eagles endete. Der nächste Spielabschnitt verlief ähnlich dem ersten, nur dass es jetzt Felix Windrich war, der auf Seiten des BBVL in Fahrt kam. Ein ums andere Mal setzte dieser sich unter dem Korb durch, traf sogar von jenseits der Dreierlinie und erzielte allein 11 Punkte im zweiten Viertel. Leider ließ die Defense der Eagles kurz vor der Halbzeit nach und man musste einen 8:0 Run der Gäste hinnehmen, welche dadurch mit einer 42:48-Führung in die Pause gingen. In der Halbzeitpause rief Coach Carsten Eichler seine Spieler in der Kabine zusammen. Da alle die Köpfe hängen ließen, versuchte er, Sie wach zu rütteln: „Hier ist noch lange nichts verloren! Wir müssen weiter kämpfen, mehr Laufen und die Verteidigung verbessern.“ Doch das dritte Viertel wurde zum Albtraum für die Eagles. Obwohl sie im Angriff clever spielten und ihre Punkte machten, sah die Leistung in der Verteidigung mau aus. Punktete man, kam die Antwort postwendend mit drei aufeinander folgenden 3-Punkt-Treffern von Nico Pietsch. Ebenfalls schaffte man es nicht, den schnellen Berndt unter Kontrolle zu bringen, dem es ein ums andere Mal gelang, sich zum Korb durchzusetzen und zu punkten. Aber der Albtraum ging weiter. Sascha Drescher, der bis dahin eine gute Leistung zeigte, bekam innerhalb von 3 Minuten 2 Fouls. Da diese Pfiffe höchst fraglich waren und man sich in einer entscheidenden Spielphase befand, beschwerte er sich bei den Offiziellen, bekam mit einem Technischen Foul prompt die Antwort und musste das Spielfeld mit 5 Fouls verlassen. Christian Reinhardt sollte es wenig später nicht anderes gehen. Somit endete kurz darauf das 3. Viertel mit 82:72 für die Oaktrees.
Aber diese Aktion von Drescher schien einen Ruck in der Mannschaft bewirkt zuhaben. Coach Eichler stellte die Verteidigung auf Ganzfeldpresse um und die Eagles, welche zwischenzeitlich mit 12 Punkten zurücklagen, legten eine furiose Aufholjagd hin. Lautstark angefeuert von der Teambank und den Leipziger Fans, zu denen sich nun auch Drescher gesellte, um kein weiteres Technisches Foul zu riskieren, gelang den Eagles ein unglaublicher 14:0 Run. Der Routinier Steffen Schiweck sorgte für schnelle Punkte, was aus einer sehr gut funktionierenden Verteidigung heraus gelang, in der jeder für jeden arbeitete. Besonders die Center Isensee und Opitz antizipierten die Passwege des Gegners gut und konnten mehrere Ballgewinne verbuchen. Die Oaktrees waren wie von der Rolle und Ihnen wollte nicht mehr viel gelingen. Der Coach der Kamenzer tobte an der Seitenlinie und versuchte, seine Mannen in der Auszeit zurecht zuweisen. Doch dies nützte nichts mehr. Die Eagles konnten ihre hart erkämpfte Führung am Ende durch Freiwurftreffer verwalten und gewannen das letzte Heimspiel der Saison 2009/2010 mit 100:92.
Es war ein Spiel mit vielen Höhen und Tiefen auf beiden Seiten. Insgesamt war die Offense beider Mannschaften sehr gut, dafür aber die Verteidigung teilweise nicht vorhanden. Dies spiegelt sich auch in dem Endergebnis wieder. Auf Seiten der Eagles blitzte der zuletzt verlorengegangene Teamgeist und Kampfeswille wieder durch, welcher die Mannschaft sooft ausgezeichnet hatte. BBVL: Schiweck 21; Windrich & Drescher je 15; Händel 11; Stahl & Kupsch je 10; Isensee 8; Hienzsch 4; Reinhardt, Schmidt & Opitz je 2. |